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Backlinks & Linkaufbau? Definition, Geheimtipps und SEO Tricks

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Raphael Guldimann
Raphael Guldimann
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Bei einer guten SEO-Strategie dürfen Backlinks nicht fehlen, denn sie können die Sichtbarkeit und das Ranking einer Website mitbeeinflussen. Dieser Beitrag erklärt sieben Hinweise, die Sie beim Linkaufbau berücksichtigen sollten.

Backlinks sind Links von anderen Websites, die zu Ihrer Website führen. Sie stehen in direktem Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung. Je glaubwürdiger und thematisch passender die verlinkende Seite ist, desto wertvoller kann die Empfehlung sein. Wichtig ist auch die Domainpopularität, also die Anzahl unterschiedlicher Domains, die auf die eigene Website verweisen.

Google funktioniert vereinfacht ähnlich wie menschliche Empfehlungen: Eine glaubwürdige Empfehlung wiegt mehr als viele gleichartige Empfehlungen aus derselben Quelle. Backlinks helfen zudem Nutzer:innen bei der Orientierung und können direkten Traffic auf Ihre Website bringen.

Hinweis zum Stand: Der Beitrag wurde am 28. November 2023 veröffentlicht und zuletzt im Februar 2025 aktualisiert. Grundprinzipien bleiben nützlich, doch Suchmaschinenrichtlinien und Tools ändern sich. Die hervorgehobenen aktuellen Hinweise orientieren sich an den derzeitigen Google-Dokumentationen.

Zwei Webseiten, die durch ein Kettenglied als Backlink verbunden sind

🔗 1/ Wettbewerbsanalyse

Finden Sie zuerst heraus, wo Sie aktuell stehen und wer Ihre Konkurrenz ist. Tools wie Semrush Backlink Analytics oder der Linkody Backlink Checker helfen dabei, Backlinkprofile und verweisende Domains zu vergleichen. Traffic- und Autoritätswerte solcher Drittanbieter sind Schätzwerte und keine exakten Google-Daten.

Vergleichen Sie sich mit den Unternehmen, die für Ihre relevanten Suchbegriffe weit oben erscheinen – dort wollen Sie hin.

Wenn Sie bereits auf dem ersten Platz stehen, Gratulation: Dann verfügt Ihre Website wahrscheinlich schon über eine solide SEO- und Backlinkbasis. Trotzdem lohnt sich eine regelmässige Überprüfung.

Historische Semrush-Domainübersicht von sbb.ch
Historische Semrush-Analyse von sbb.ch

Prüfen Sie anschliessend, wie Ihre bisherigen Backlinks bewertet werden. Entscheidend sind nicht nur die Anzahl der Links, sondern auch die Vielfalt der verweisenden Domains, die Themenrelevanz, der Kontext und die Qualität der Zielseiten. Vergleichen Sie dabei dieselben Kennzahlen für Ihre wichtigsten Wettbewerber.

Historische Semrush-Backlinkanalyse von sbb.ch
Historische Semrush-Backlinkanalyse von sbb.ch

🔗 2/ Was machen gute Backlinks aus?

Bei guten Backlinks kommt es auf Qualität und eine angemessene Häufigkeit an. Weniger kann mehr sein: Passt die Qualität der verlinkenden Seiten nicht, kann der Link wertlos sein oder im schlechtesten Fall Risiken schaffen.

Ein Ausflug in die Offline-Welt:

Ein Freund, Mitte 60, alleinstehend, Versicherungsvertreter und ohne Kinder empfiehlt Ihnen eine neue Babynahrung. Wirkt das glaubhaft? Wohl kaum. Ähnlich beurteilen Suchmaschinen, ob Backlinks thematisch und kontextuell nachvollziehbar sind.

Die Relevanz lässt sich unter anderem anhand dieser Faktoren beurteilen:

  • Inhalt und Vertrauenswürdigkeit der verlinkenden Domain
  • Qualität des Backlinkprofils
  • Themenrelevanz von Quell- und Zielinhalt

Besonders nützlich sind redaktionelle Links aus einem passenden Fliesstext. Der Ankertext sollte das Linkziel verständlich beschreiben und natürlich formuliert sein.

Eine Artikelempfehlung kann beispielsweise so verlinkt werden: Online Marketing Trends für KMU 2020. Suchmaschinen und Leser:innen profitieren von einem klaren, passenden Kontext.

Bei automatisch erzeugten Links aus beliebigen Presseportalen, Verzeichnissen oder Kommentarfeldern ist Vorsicht geboten.

Grundsätzlich gilt: Je einfacher ein Link ohne redaktionelle Prüfung erstellt werden kann, desto geringer ist meist sein Wert.

Redaktionelle Links aus etablierten Medien können wertvoll sein, wenn ein inhaltlicher Bezug besteht. Ein Kleiderladen auf einer Auto-Website wäre dagegen kaum themenrelevant.

🔗 3/ Den Link Juice beachten

Sinnvoll ist es, wenn die verlinkende Seite auch andere relevante Quellen nennt. Ein gesundes Mittelmass ist wichtig: Verweist eine Seite auf sehr viele Ziele, verteilt sich ihre Aufmerksamkeit auf entsprechend viele Links.

Link Juice ist ein anschaulicher Sammelbegriff für Signale und Relevanz, die eine Seite über Links an andere Seiten weitergeben kann.

Auch die Linkplatzierung spielt eine Rolle. Ein redaktioneller Link im Hauptinhalt ist für Leser:innen meist hilfreicher als ein unauffälliger Link im Footer oder in der Sidebar. Entscheidend bleibt, dass der Link einen echten inhaltlichen Zweck erfüllt.

Illustration zum Verteilen von Link Juice auf mehrere Webseiten

🔗 4/ Follow-, Nofollow-, Sponsored- und UGC-Links

Bei Links ist zwischen regulären Links und qualifizierten Links zu unterscheiden.

Reguläre Links benötigen kein besonderes rel-Attribut. Für bezahlte Platzierungen, nutzergenerierte Inhalte oder andere besondere Beziehungen gibt es eigene Kennzeichnungen.

Aktueller Google-Hinweis: Bezahlte Platzierungen sollen mit rel="sponsored" oder ersatzweise nofollow gekennzeichnet werden. Für Links aus nutzergenerierten Inhalten empfiehlt Google ugc. nofollow ist für Fälle gedacht, in denen die anderen Werte nicht passen und keine Zuordnung zur verlinkten Seite gewünscht ist. Details stehen in Googles Dokumentation zu Linkattributen.

Auch qualifizierte Links können direkten Traffic und Markenbekanntheit bringen. Ihr Nutzen sollte deshalb nicht ausschliesslich an einer möglichen Rankingwirkung gemessen werden.

🔗 5/ Geeignete Seiten für Backlinks finden

Nutzen Sie die Wettbewerbsanalyse, um passende Seiten und Inhalte zu finden. Übernehmen Sie nicht einfach jeden Link Ihrer Konkurrenz, sondern prüfen Sie Relevanz, redaktionelle Qualität und den tatsächlichen Nutzen für Leser:innen.

Viele SEO-Tools zeigen Websites, die für wichtige Suchbegriffe ranken, sowie Domains, die auf Wettbewerber verlinken. Daraus lassen sich Themen, Publikationen und Partnerschaften ableiten, bei denen eine sachlich sinnvolle Erwähnung möglich wäre.

Einfache, legitime Verweise entstehen oft über echte Geschäftstätigkeit: Partnerseiten, Branchenprofile, Fachbeiträge, Veranstaltungshinweise oder Unternehmensprofile. Ein Link in der eigenen E-Mail-Signatur ist dagegen kein externer Backlink.

🔗 6/ Quellen für Backlinks erschliessen

Wenn Sie wissen, auf welchen Seiten eine Erwähnung sinnvoll wäre, beginnt die eigentliche Kontaktarbeit. Guter Linkaufbau kostet Zeit und verlangt überzeugende Inhalte.

Der wirksamste Weg ist eine persönliche, nachvollziehbare Ansprache: Erklären Sie, welchen redaktionellen Mehrwert Ihr Inhalt für die Zielseite und deren Publikum bietet.

Dafür braucht es guten Content – Stichwort Content Marketing. Manche Betreiber verlangen eine finanzielle Gegenleistung. Solche Vereinbarungen dürfen jedoch nicht als verdeckter Weg zur Manipulation von Suchrankings eingesetzt werden.

Aktueller Google-Hinweis: Das Kaufen oder Verkaufen von Links zur Rankingmanipulation gilt als Linkspam. Werbung und Sponsoring sind zulässig, wenn die Links mit rel="sponsored" oder nofollow qualifiziert werden. Siehe Googles Spamrichtlinien zu Linkspam.

Auch Websites von Geschäftspartner:innen, Kundschaft und Lieferant:innen können sinnvolle Quellen sein, sofern die Verlinkung redaktionell passt und transparent bleibt.

Dasselbe gilt für Seiten aus dem persönlichen Netzwerk: Entscheidend ist nicht die Beziehung, sondern der nachvollziehbare Themenbezug und Nutzen für Leser:innen.

Handschlag bei einem Geschäftstreffen als Symbol für Linkpartnerschaften

🔗 7/ Schlechte Backlinks beseitigen

Beim Linkaufbau sind manuelle Massnahmen und andere Folgen unnatürlicher Links zu vermeiden. Problematisch sind insbesondere künstlich aufgebaute Links, minderwertige Seiten und Linkspam.

SEO-Tools können auffällige Links markieren, aber ihre Risikobewertungen sind keine Entscheidungen von Google. Versuchen Sie bei tatsächlich problematischen, selbst aufgebauten Links zuerst, diese entfernen zu lassen.

Aktueller Google-Hinweis: Die Disavow-Funktion ist ein fortgeschrittenes Werkzeug und wird von Google für die meisten Websites nicht empfohlen. Sie kommt vor allem infrage, wenn sehr viele künstliche oder minderwertige Links bestehen und eine manuelle Massnahme vorliegt oder wahrscheinlich ist. Eine falsche Anwendung kann die Suchleistung beeinträchtigen. Lesen Sie vorab die offizielle Disavow-Anleitung.

Google kann viele unglaubwürdige Links selbst entwerten. Beobachten Sie deshalb zunächst Search Console, manuelle Massnahmen und nachvollziehbare Veränderungen statt vorschnell ganze Domains auszuschliessen.

Fazit

Google, Bing und andere Suchmaschinen befinden sich im ständigen Wandel und passen ihre Systeme laufend an.

Auch Ihre Backlink- und SEO-Strategie muss deshalb regelmässig überprüft und angepasst werden.

Linkaufbau ist ein langfristiger, kontinuierlicher Prozess. Er braucht eine Strategie mit Wettbewerbsanalyse, überzeugenden Inhalten, echter Beziehungspflege und wiederkehrender Qualitätskontrolle.

Backlinks allein sorgen nicht für erfolgreiches SEO. Entscheidend ist eine umfassende Strategie aus hilfreichen Inhalten sowie sauberer Onpage- und Offpage-Optimierung.

Quellen und aktuelle Hinweise

Backlinks strategisch und sauber aufbauen

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Seliem Attia ist Teamleiter bei onlineKarma.

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